Im vorigen Beitrag gab ich bereits an, dass ich etwas zweifelte, ob wir den guten Weg wohl folgten. Aber gibt es eine andere Wahl? Das Beste scheint mir zu schauen, wie weit wir kommen mit dieser Richtung in unserer Untersuchung. Eine Frage des “Wegstreichens”. Dies klingt etwas unehrerbietig, aber es läuft letztendlich doch darauf hinaus.

Nach der großartigen Hilfe des CBG haben wir eine Richtung erhalten, in die wir suchen können. Das linke Wappen gehört der adligen südniederländischen Familie “Van Delft”. Das rechte Wappen der Dame muss noch weiter erforscht werden.
Die Porträts tragen das Jahr 1890. Wenn wir davon ausgehen, dass die Dargestellten zum Zeitpunkt der Erstellung des Porträts noch lebten, kommen folgende Familienmitglieder in Betracht:

  • Emile van Delft (1834-1917), verheiratet mit Nelly Baré (1847-1904)
  • Louis van Delft (1854-1926), verheiratet mit Céline van Wickevoort Crommelin (1865-1936)
  • Alphonse van Delft (1817-1894), ⚭ Delia Guyot (1828-1898)
  • Léon van Delft (1845–1926), verheiratet mit Gräfin Clémence Le Grelle (1855–1932)

Jetzt kommen wir zum “Streichen”. Das wird eine Herausforderung. Das Einzige, was wir jetzt tun können, ist die Schätzung des Alters des porträtierten Herrn. Es ist bekannt, dass die Menschen früher “älter” aussahen als heute. Damit versuche ich zu rechnen, aber dann ist es immer noch schwer, eine gute Schätzung abzugeben. Der Herr und die Dame sehen aus, als ob sie in den Siebzigern sind, aber es kann auch sein, dass sie in den Sechzigern sind. Wenn wir diesen Altersbereich anwenden, wer bleibt dann übrig?

Das Alter der Herren Van Delft im Jahr 1890:
– Emile van Delft: 56 Jahr
– Louis van Delft: 36 Jahr
– Alphonse van Delft: 73 Jahr
– Léon van Delft: 45 Jahr

Nach unserer Einschätzung kommen zwei Herren in Betracht:
Emile Deutsch Alphonse.

Aber wie geht es nun weiter? Schauen wir mal, ob wir etwas über die Ehefrauen herausfinden können. Emile war mit Nelly Baré und Alphonse mit Delia Guyot verheiratet. Ich muss versuchen, mehr Informationen über diese Damen zu finden. Dies kann dafür sorgen, dass wir in unserer Forschung wieder einen Schritt weiterkommen, aber wir bald auch wieder auf “Los” zurück sind.

Ich habe die Wikipedia der Familie Van Delft Ich habe die Seite geöffnet und überlege gerade, wie es nun weitergehen soll. Da fällt mein Blick auf das Kapitel “Literatur” auf dieser Seite.

Kapitel „Literatur“
Kapitel „Literatur“

In der Literatur wird nämlich ein Buch über Familienwappen des belgischen Adels erwähnt. Warum ist mir das nicht schon früher aufgefallen? Dieses Buch könnte durchaus das fehlende Puzzleteil liefern. Wir wissen nämlich, wie das Familienwappen der Dame aussieht. Und wir haben zwei Nachnamen.

Schnell das Buch im Internet nachschlagen. Wenn ich den Titel in das Suchfeld eingebe, erscheinen einige Treffer. Mir fällt auf, dass es aus vier Bänden besteht. Mal sehen, was das Set kostet. 700 € !!!!!!!!!! Das ist schon viel für diese Recherche. Ich gebe zu, es sind wunderschöne Bücher, aber sie sind auch ziemlich selten. Was nun?

Unter den Suchergebnissen ist auch ein PDF-Dokument aufgeführt. Vielleicht lässt sich dieses Dokument herunterladen und enthält die Information, die wir suchen. Ich klicke auf die URL und sehe, dass man sich registrieren muss, um die Datei herunterzuladen. Schade, denn darauf habe ich im Moment keine Lust. Über den nächsten Schritt nach denkend blättere ich auf der betreffenden Seite etwas nach unten. Dann sehe ich etwas, das uns vielleicht ein ganzes Stück weiterbringt ……………………..