Biene Hi(s)story Antiques suchen wir immer nach Objekten mit einer Seele. Objekte, die nicht perfekt sind, sondern von der Zeit gezeichnet sind und dadurch eine Geschichte erzählen, die keine moderne Fabrik nachmachen kann. Unser neuester Fund ist dafür das ultimative Beispiel: eine monumentale Madonna mit Kind aus Eichenholz aus dem siebzehnten Jahrhundert.
Mit ihrer beeindruckenden Höhe von achtzig Zentimetern und einem massiven Gewicht von fast sechzehn Kilo ist diese Skulptur eine Erscheinung, die sofort die Aufmerksamkeit fordert. Aber was ist die Geschichte hinter dieser mysteriösen ‘Himmelskönigin’ und warum passen ihre Unvollkommenheiten so perfekt in das Interieur von heute?
Eine verborgene Geschichte in den Niederen Landen
Unsere Suche nach dem Stil dieses Bildes führt uns zurück in das siebzehnte Jahrhundert – den frühen Barock in den Niederlanden. In dieser turbulenten Periode der europäischen Geschichte veränderte sich die religiöse Kunst in raschem Tempo. Große, öffentliche kirchliche Aufträge wichen in den nördlichen Niederlanden einer zurückhaltenderen Kunst, die speziell für private Kapellen, große Herrenhäuser und versteckte Schulkirchen bestimmt war.
Für diese stimmungsvollen Räume und für die private Andacht gab es eine konstante Nachfrage nach Andachtsbildern. Da diese Bilder innerhalb der protestantischen Republik nicht zu pompös oder auffällig sein durften, wählten lokale Bildhauer oft einen zurückhaltenden, robusten Stil. Unsere Madonna atmet mit ihrer strengen Königskrone und dem fein geschnitzten Gesicht eines geflügelten Engels (eines Putto) auf dem Sockel genau jene Atmosphäre nordeuropäischer Volkskunst aus jener faszinierenden Epoche.
Die Schönheit der Unvollkommenheit: Reines Wabi-Sabi
Wer oberflächlich auf das Bild blickt, sieht die Narben der Zeit. Marias rechter Unterarm fehlt. Das Gesichtchen und die Ärmchen des Jesuskindes sind im Laufe der Jahrhunderte abgenutzt. An der Rückseite verläuft ein tiefer, markanter vertikaler Schwundriss durch das massive Eichenholz.
Früher würden Restauratoren direkt zu Gips und Farbe greifen, um diesen ‘Schaden’ zu beheben. Glücklicherweise betrachten wir das heutzutage ganz anders. Innerhalb der Wabi-Sabi Philosophie – die japanische Kunst, Schönheit in der Unvollkommenheit zu finden – sind diese Spuren gerade das wertvollste Element.
Der tiefe Schwundriss an der Rückseite ist der ultimativen Beweis, dass diese Skulptur aus einem einzigen massiven Baumstamm geschnitzt ist. Während das Holz im Laufe der Jahrhunderte austrocknete, arbeitete der Baumkern und die Spannung suchte sich einen Weg nach draußen. Die abgewetzten Details erzählen uns, dass die Skulptur generationenlang berührt, bewegt und gehegt wurde. Es sind keine Beschädigungen; es sind die Falten eines dreihundert Jahre alten gelebten Lebens.
Vom kirchlichen Relikt zum Interior-Eyecatcher
In der heutigen Innenwelt (denken Sie an die schlichten, ländlichen und minimalistischen Stile bekannter Designer) sind frühe religiöse Skulpturen dieser Art äußerst beliebt. Gerade weil die ursprünglichen, leuchtenden Farbschichten (Polychromie) weitgehend verschwunden sind, kommt die raue, gelebte Struktur des Eichenholzes wunderbar zur Geltung.
Stellen Sie eine solche monumentale Madonna auf eine schlichte, moderne Design-Säule oder eben auf einen verwitterten adligen Beistelltisch vor eine Kalkfarbe-Wand. Der Kontrast, der zwischen alt und neu entsteht, verleiht einem Raum sofort Wärme, Tiefe und einen mysteriösen, serenen Charakter.
Gesundheit und Erhaltung des Holzes
Bei Hi(s)story Antiques steht die Pflege unserer Objekte an erster Stelle. Auf den Fotos sind die charakteristischen kleinen Holzwurmlöcher zu sehen. Auch wenn dies bei antikem Eichenholz ganz normal ist, möchten Sie natürlich keine aktiven Holzwürmer in Ihr Zuhause einführen. Wir können Sie beruhigen: Diese Madonna wurde kürzlich einer professionellen Gasbehandlung unterzogen. Der Holzwurm ist garantiert 100% inaktiv und behandelt. Die Statue ist also absolut sicher für Ihre Einrichtung und Ihre übrigen Möbel!
Komm Haar Bewundern
Dieses einzigartige Meisterwerk aus dem siebzehnten Jahrhundert steht ab heute offiziell in unserem Onlineshop. Wegen ihres Gewichts von 15,7 kg versenden wir sie lieber nicht per regulärer Post, aber Sie sind herzlich eingeladen, sie nach vorheriger Absprache in Geertruidenberg zu bewundern. Die Kolbenschnitzerei-Details und der Putto-Sockel sind in Wirklichkeit noch beeindruckender als auf dem Foto.


Was halten Sie von dem Wabi-Sabi-Trend bei Antiquitäten? Zeigen Sie lieber die Narben der Geschichte oder mögen Sie lieber perfekt restaurierte Stücke? Lassen Sie es uns in den Kommentaren unten wissen!
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